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CMD – Manuelle Strukturanalyse (MSA)

Was ist die Manuelle Strukturanalyse?

Die Manuelle Strukturanalyse im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung umfasst eine Reihe systematischer manueller Untersuchungstechniken zur Untersuchung der Kiefergelenke bei craniomandibulärer Funktionsstörung (CMD).

Dabei werden anatomische Strukturen des Kausystems schrittweise manuell untersucht, strukturelle und funktionelle Veränderungen der Gelenk- und Muskelstrukturen erfasst und auf deren Grundlage eine gewebespezifischen Diagnose erhoben. Aufgrund der Kenntnis der geschädigten Strukturen ist die gezielte Überprüfung und Beurteilung okklusaler und systemübergreifender Einflüsse möglich.

Die Methode basiert auf der Zusammenfassung, Entwicklung und Systematisierung von Untersuchungstechniken durch Gert Groot Landwehr und Prof. Dr. Axel Bumann an der Universität Kiel aus den Jahren 1989 – 1995, an der ich von 1992 – 1995 mitgewirkt, und die ich zwischen 1993 und 2000 als Fortbildungsreferent in 91 Fortbildungsveranstaltungen an nationalen und internationalen Fortbildungsinstituten, Zahnärztekammern und Universitäten gelehrt habe.

Diese Techniken sind heute als eine Form der klinischen Funktionsanalyse Standard der Diagnostik craniomandibulärer Funktionsstörungen.

Nach einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ist eine klinische Funktionsanalyse bei kieferorthopädischer Behandlung indiziert und wird gem. Anlage 2 Nr. 3 zu § 6 Abs. 1 Nr. 1 Beihilfeverordnung (BhV) bei umfangreicher kieferorthopädischer Behandlung erstattet.

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